Pastellpasten - Anwendung Allgemein

Lichtechtheit und Farbtonhaltung

Naturpigmente zeigen eine bis heute unerreichte Lichtechtheit und verändern ihren Farbton auch nach Jahrhunderten nicht.

Allgemeine Anwendungshinweise zur Pastellpasten-Malerei

Leinwandmalerei

► Zum Anwendungsvideo "Leinwand-Malerei mit Pastellpasten"

Empfohlene Untergründe
  • Textil-Leinwände (beste Ergebnisse: 100% Baumwoll Gewebe mit einer Gesso Grundierung)

1. Bemalung der Leinwand

Die Pastellpaste bei Bedarf mit wenig Tropfen Wasser anrühren, bis eine honigartige Konsistenz auf der Oberfläche entsteht.
Auftrag der Farbe
  • Mit dem Finger, Schwamm, oder Pinsel ein wenig Pastellpaste aufnehmen und auf dem Malgrund verstreichen (Vorsicht: sehr farbstark)
  • Die Pastellpaste mit guten Druck auf den Malgrund auftragen
Verstreichen der Farbe
  • Um den Strich zu vermalen, die Fingerkuppe oder den Pinsel mit ein wenig Wasser befeuchten und in die zu malende Fläche verstreichen
  • Je dünner der Farbauftrag, desto leuchtender die Farbe
2. Nachbearbeitung des Malauftrages
Wie Pastellkreiden, eignen sich auch die Pastellpasten zur Nachbearbeitung des getrockneten Bildes mit wirkungsvollen Effekten.
Sanfte Überarbeitung
  • Mit einem Pinsel über das Bild sanft bis stark wischen. Das Bild verändert sich, ohne einen Seidenglanz zu bekommen
Starke Überarbeitung
  • Mit einem Staubsauger (leicht bis starkes Vakuum) über das Bild gehen. Dicke Farbauftrage werden abgenommen und das Bild erscheint leuchtender und detaillierter

3. Fixierung des Malauftrages (optional)

Zur besseren Fixierung des Malauftrages empfehlen wir, unsere Grundierungen oder unsere Firnis zu verwenden.
a) Grundierung

Unser Tipp:
  • Die Grundierungen lassen sich für einen besonderen Effekt mit den Pastellpasten eintönen (1 Teil Pastellpaste in 10 bis 50 Teilen Grundierung einrühren, bis ein schlierenfreier, einheitlicher Farbton entsteht)
  • Die "Pastellgrundierung Weiß, gekörnt" lässt sich auch gut als fixierende Schlußbeschichtung auftragen, durch die das Bild eine weiche Zeichnung erhält
b) Firnis
  • Ist das Bild fertig, empfehlen wir zur besseren Malfixierung, dass getrocknete Bild mit der transparenten "mcdrent Pastellfirnis" einzustreichen oder einzusprühen
Unser Tipp:
  • Die Firnis lässt sich für einen besonderen Effekt mit unseren Pastellpasten eintönen (1 Teil Pastellpaste in 20 bis 50 Teilen Firnis einrühren, bis ein schlierenfreier, einheitlicher Farbton entsteht)
  • Die Firnis lässt sich auch sehr gut als Zwischenschicht verwenden, durch die deckende Malereien mit den Pastellpasten möglich sind

c) Ohne Firnis und Grundierung
  • Farbübergänge verschmelzen in dieser Technik besonders harmonisch und sanft
  • in dieser Technik lassen sich auch hochwertige, dicke Papiere wie unsere Papiere Minerva und Talea bemalen (als Aquarell und als Pastell)
Unser Tipp:
  • Dünn aufgetragen, verbindet sich die Pastellpaste auch ohne Firnis und Grundierung ausreichend gut mit dem Maluntergrund
  • Zum Kennenlernen der Pastellpasten Malerei empfehlen wir, für die ersten Bilder keine Grundierung und keine Firnis zu verwenden
  • Durch die Wasserlöslichkeit der aufgetragenen Malschicht können besondere Effekte erzielt werden

Weitere Anwendungen

I. Papiermalerei

Auch das Malen auf Papier ist möglich, mit Pinsel und als Aquarell. Der Auftrag erfolgt ähnlich der Leinwandmalerei, allerdings sind für den erfolgreichen Gebrauch unserer Pastellpasten die folgenden Hinweise zu beachten:
  1. Auswahl und Prüfung des Papieres
    – Nur hochwertiges und schweres Künstler-Papier ab 320g Gewicht verwenden
    – Die Grundierung auf dem Papier testen. Wenn sich das Papier auch bei einem satteren Auftrag der Grundierung nicht wellt, ist das Papier grundsäztlich geeignet
  2. Auftrag der Farbe
    – Bitte die Anwendungshinweise wie unter "Leinwandmalerei" beschrieben verwenden
  3. Nachbearbeitung des Farbauftrages
    – Nachdem die Farbe gut durchgetrocknet ist, kann das Bild mit Pinseln oder mit Fingern im leichten Druck nachbearbeitet werden, wie es bei der Zeichnung mit Pastellkreiden usus ist

II. Kalkmalerei (Fresko- und kreative Spachteltechnik)

  1. Auftrag auf frischen Kalk
    – Die gespachtelte Kalkoberfläche mit Wasser gut anfeuchten (bis die Oberfläche kein Wasser mehr aufnimmt, aber sie darf nicht spiegeln, sondern eine matte Oberfläche zeigen)
    – Die Pastellpaste mit 1 bis 3 Teilen Wasser verrühren und auf den frisch gespachtelten Kalk auftragen
  2. Auftrag auf alten Kalk
    – Die gespachtelte Kalkoberfläche mit der "mcdrent Pastellfirnis" gut anfeuchten (bis die Oberfläche keine Firnis mehr aufnimmt, aber sie darf nicht spiegeln, sondern eine matte Oberfläche zeigen)
    – Die Pastellpaste mit 1 bis 3 Teilen Wasser verrühren und auf den frisch gespachtelten Kalk auftragen
  3. Malfixierung
    – Nach der Trocknung der Malschicht die "mcdrent Pastellfirnis" kräftig in die Farbe streichen und 24h trocknen lassen
    – Ist der Farbaufstrich zu dick („speckig“), wird die Farbe trotz der Malfixierung abblättern und sanden!
  4. Marmorierung
    – 1 Teil Pastellpaste mit 30-90 Teilen Wasser verdünnen, kräftig schütteln und über Sprühdose in den frisch aufgetragenen Kalk aufsprühen und zügig mit einer Kelle verdichten

III. Körpermalerei

Die Farbe der Pastellpasten ist nicht hautgängig. Reine Naturpigmente wurden seit Menschengedenken für Rituale, für Hauteinfärbungen und als Heilerden eingesetzt.

  1. Auftrag
    – Die Pastellpaste unverdünnt oder mit bis zu 20 Teilen Wasser verdünnt auftragen
  2. Reinigung
    – Die bemalten Körperpartien mit warmen Seifenwasser gründlich reinigen
  3. Hautverfärbung
    – Durch die Verwendung reinster Naturpigmente ist eine eventuell zurückbleibende Hautverfärbung ungefährlich und temporär
► Zum Anwendungsvideo "Körper-Malerei mit Pastellpasten"

Eintönung von Farben

  1. Herstellung der Tönpaste
    – Gewünschte Menge an Pastellpaste entnehmen und mit 10-100% Wasser mischen, bis ein einheitlicher, frei fließender Farbton entsteht (je weniger Wasser, desto lagerstabiler die Tönpaste)
  2. Eintönung der Farbe
    – Die gewünschte Menge an Tönpaste in die einzutönende Farbe mischen und so lange rühren, bis ein einheitlicher, schlierenfreier Farbton entsteht
  3. Verwendung
    - Die hergestellte Tönpaste ist zur Eintönung aller wässrigen (säurefreien) Farben geeignet

Pigmentwasser-Herstellung

  1. Herstellung
    – Die gewünschte Menge an Pastellpaste entnehmen
    – 1 Teil Pastellpaste in 30-100 Teilen Wasser geben und kräftig schütteln
    – Das eingefärbte Wasser in eine saubere Sprühdose füllen
  1. Verwendung
    – Das Pigmentwasser auf die gewünschte Oberfläche sprühen